|
|
||
|
Datenblatt
|
||
Katalytische Luftreiniger
|
![]() |
Katalytischer Luftreiniger AMS 8100 - Tischgerät |
Luftreiniger - Nullgasgeneratoren für allgemeine Anwendungen und für den Ex-Bereich (Zone 2)
Anwendungsbereiche
Systemmerkmale
Allgemeine Beschreibung
Ex-Bereich
Schutzmaßnahmen im Ex-Bereich
Sicherheit im Betrieb
Technische
Daten
![]()
Luftreiniger
AMS 8100 und AMS 8150
Nullgasgeneratoren für allgemeine Anwendungen und für den
Ex-Bereich (Zone 2)
Die katalytischen Luftreiniger der Baureihe AMS 8100 sind preisgünstige
Generatoren für kohlenwasserstoff- und kohlenmonoxid-freies Nullgas,
sie sind unabhängig von Gasflaschen. Eine spezielle Spüleinrichtung
erlaubt den Betrieb im Ex-Bereich (Zone 2). Die Hauptanwendung dieser
Generatoren ist die Erzeugung kohlenwasserstoff- und kohlenmonoxid-freier
Brenner- und Steuerluft für Flammenionisationsdetektoren, für stationäre
FID`s ebenso wie für Gaschromatographen. Der Luftreiniger kann Kohlenmonoxid
quantitativ aus der Umgebungsluft entfernen und ist deshalb zur Nullpunktskorrektur
von CO-Analysatoren geeignet, die zur Überwachung der Umgebungsluft
eingesetzt werden.
Allgemeine
Beschreibung
Um den unterschiedlichen Anforderungen im Betrieb zu genügen, werden
die AMS Luftreiniger sowohl in mehreren Geräteausführungen, als auch
mit verschiedenen Katalysatoren geliefert.
Der Katalysator
Das Funktionsprinzip der Luftreinigung ist das der katalytischen Oxidation,
es wird in beiden Systemen, AMS 8100 und AMS 8150, eingesetzt.
Aufgrund der katalytischen Wirkung von Platin bei Temperaturen um 600°C werden
die Kohlenwasserstoffe (einschließlich Methan) zu Kohlendioxid und Wasser
oxidiert. Bei dieser Reaktion wird zwar die Menge des Katalysators nicht
verringert, jedoch können Katalysatorgifte, wie z.B. Schwefelverbindungen,
die katalytische Wirkung nach und nach reduzieren.
Um die Reaktionsoberfläche des Katalysators zu vergrößern, und um die
zu verwendende Menge an Katalysatormaterial zu minimieren, wird der
Katalysator als eine dünne Schicht auf granuliertem Al2O3
aufgetragen.
Die Betriebstemperatur kann auf 380 ... 400°C verringert
werden, wenn der erst kürzlich entwickelte Pt/Pd-Katalysator zum Einsatz
kommt. Diese Temperatur liegt deutlich unter der Zündtemperatur der
meisten Kohlenwasserstoffe, unter der von Wasserstoff und Kohlendioxid.
Der Betrieb des AMS Luftreinigers im Ex-Bereich ist somit möglich.
Der
katalytische Reaktor
Das Katalysatorgranulat befindet sich, eng gepackt, in einem gewendelten
Rohr und wird indirekt mit Hilfe eines Infrarotstrahlers auf die geeignete
Temperatur von 380°C .... 600°C aufgeheizt. Aufgrund des speziellen
Designs des Reaktors mäandert die zu reinigende Luft durch das Katalysatorgranulat.
Hierdurch wird zum einen der Kontakt zwischen dem Gas und dem Katalysator
verstärkt, zum anderen aber auch die Wechselwirkungszeit verlängert.
Wird
der Reaktor außerdem senkrecht aufgebaut (nur AMS 8150), kann die Entstehung
von katalytisch inaktiven Kanälen, in denen das Gas ohne Kontakt zum
Katalysatormaterial strömt, verhindert werden.
Der
Wärmetauscher
Die Wärme der gereinigten Luft wird genutzt, um die zugeführte Luft
zu erwärmen. Dies wird mit Hilfe eines Wärmetauschers im Gegen-stromverfahren
erreicht. Diese Technik ermöglicht die Abkühling der gereinigten Luft
auf ca. 35°C, sowie die Erwärmung der zugeführten Luft auf ca. 300°C.
Ein weiterer Vorteil ist eine bessere Konstanz der Reaktortemperatur,
auch bei größeren Luftmengen oder bei niedrigeren Außentemperaturen.
Am Ausgang des Luftreinigers entfernt ein Mole-kularsieb Wasser und
Stickoxide aus der kohlenwasserstoff- und kohlendioxidfreien Luft.
Betriebsparameter
Der Eingangsdruck darf bis zu 15 bar (abs) betragen, so daß in den meisten
Fällen ein zusätzlicher Druckregler nicht notwendig ist. Der Luftstrom
sollte 300 Nl/h für denAMS 8100 und 500 Nl/h für den AMS 8150 nicht
überschreiten. Untersuchungen zeigten, daß selbst Methan (max. 1000
ppm) bei dieser Strömung quantitativ entfernt wird.
Einsatz
im Ex-Bereich
Schutzmaßnahmen
Wird der Pt/Pd-Katalysator für den Oxidationsprozeß verwendet, sollte
die Reaktionstemperatur unter 400 °C gehalten werden. Diese Temperatur
liegt unter der Zündtemperatur der meisten Kohlenwasserstoffe, von Wasserstoff
und von Kohlendioxid. Zusätzlich wird das Instrumentengehäuse kontinuierlich
mit Luft gespült, so daß ein leichter Überdruck von minimal 50 Pa (0,5
mbar) gesichert ist.
Dieses Gerätedesign, Temperaturbegrenzung im Reaktor
und Überdruckspülung des Gehäuses, ermöglichen den Betrieb des Luftreinigers
AMS 8150 in Bereichen, die als CENELEC Zone 2 eingestuft sind, entsprechend
den Vorschriften für EEx p IIC T3.
Der AMS 8150 genügt den Anforderungen
der EN 50021. Da andererseits einige Abschnitte der EN 50021 noch nicht
endgültig festgelegt sind, wurden die Richtlinien des älteren Standards
VDE 175 angewendet, um die Lücke in den aktuellen Normungsvorgaben
zu schließen.
Sicherheit
im Betrieb
Die Spülluft wird gleichzeitig als Kühlluft für das Gehäuse und für
die eingebaute Kontrollelektronik genutzt. In keinem Falle darf der
Spülluftstrom unter den werkseitig eingestellten Alarmwert reduziert
werden. In Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur am Installationsort,
kann eine Erhöhung des Spülluftstromes über den für den Überdruck vorgegebenen
minimalen Wert notwendig werden, um eine ausreichende Kühlung des Instrumentes
zu sichern.
Die Spülluft muß auch beim Einsatz in Nicht-Ex-Bereichen zur Kühlung des Gerätes angeschaltet sein.
Zur
Überwachung des Spülluftstromes ist ein Strömungsmesser mit Alarmausgang
in Fail-Safe-Schaltung vorgesehen. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme
zum Schutz der Geräteelektronik ist die Überwachung der Temperatur an
der inneren Oberfläche des Reaktorgehäuses. Im Falle einer zu hohen
Temperatur (TOberfläche > 90 °C ), wird die Heizung
des Reaktors abgeschaltet und ein Alarmsignal erzeugt. Das Zurücksetzen
dieses Alarms kann nur manuell erfolgen, auch wenn die Temperatur wieder
unter den kritischen Wert gefallen ist.
![]()

(C) AMS GmbH 9.2/2005 Technische Änderungen vorbehalten. Konzept und Layout: Analytic Journal |