| Mehrkomponenten-Gasanalyse mit dem
Fourier-Transformiertem Wärmeleitfähigkeitsanalysator
FTTCA 1100
Analyse von binären Gasgemischen mit schnellen WLF-Sensoren | Der FTTCA 1100 in ATEX-Ausführung für die Zone 1
Zertifikat TÜV 05 ATEX2763 mit der Kennzeichnung
Ex II 2G EEx de IIC T4. |
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Die Gasanalyse mit dem Wärmeleitfähigkeitsanalysator
Die klassische Gasanalyse über die Wärmeleitfähigkeit, schon seit den dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts als zuverlässige und einfache Messtechnik bekannt, wird in industriellen Prozessen zur Messung der Komponenten in binären oder (quasi~)binären Gasmischungen eingesetzt. Insbesondere Wasserstoff, Helium und Stickstoff, die optisch ja inaktiv sind, sodass ein IR-Sensor nicht eingesetzt werden kann, werden so mit einem Wärmeleitfähigkeitsanalysator gemessen. Liegen nun mehr als zwei Komponenten im Gasgemisch vor, muss ein zusätzlicher Analysator, meist ein IR-Gerät, zur Bestimmung der zweiten Komponente verwendet werden.
Die neue Methode der FTTCA (Fourier-Transformed Thermal Conductivity Analysis)-Technik ermöglicht nunmehr die gleichzeitige Messung aller drei Komponenten in einem Mehrkomponenten-Gasgemisch. Die FTTCA-Methode verwendet einerseits einen bislang kaum genutzten physikalischen Effekt, und wird andererseits erst durch die Verfügbarkeit von neuen, miniaturisierten Wärmeleitfähigkeits-Sensoren ermöglicht. Der physikalische Effekt liegt in der unterschiedlichen Änderung der Wärmeleitfähigkeit der verschiedenen Gaskomponenten mit der Temperatur. Das Aufnehmen eines mehrdimensionalen Kalibrierfeldes mit anschließender schneller Fourier-Transformation ermöglicht die Analyse von Gasgemischen mit drei und vier Gaskomponenten.
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Anwendungen des Mehrkomponenten-Wärmeleitfähigkeitsanalysators FTTCA 1100
- Bio-Gase (Fermenter Gase) im System N2-CO2-CH4 , für welche bislang ein zweiter (meist Infrarot-) Analysator erforderlich war
- die in der Chemie häufig vorkommenden Gemische von N2-H2-CO2
- Gemische von N2-He-H2, welche mit der klassischen Technik überhaupt nicht analysiert werden können (siehe Diagramm unten)

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Systemmerkmale des Mehrkomponenten-Wärmeleitfähigkeitsanalysators FTTCA 1100
- Handelsüblicher Wärmeleitfähigkeitssensor
- Extrem kleine thermische Masse des Sensors
- Slizium-Mikromechanik-Ausführung
- Minimale Leistungsaufnahme
- Sehr kleine Abmessungen, kurze Zeitkonstanten
- Messung an kleinsten Gasvolumina
- Gasaustausch durch Diffusion
- Integrierte Widerstände zur Temperaturkompensation
- Aufbau auf TO8-Sockel, stoßfest
- Ex-Ausführung: Zertifikat 05 ATEX 2763 Ex II 2G EEx de IIC T4
- Kleinster Messbereich für ein binäres Gasgemisch ist beispielsweise 1% Stickstoff in Argon oder 1000 ppm Wasserstoff in Stickstoff.
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Kalibrierung, Messung und Auswertung des Mehrkomponenten-Wärmeleitfähigkeitsanalysators
FTTCA 1100
Zunächst wird der Kalibrierbereich für die beteiligten Gaskomponenten bestimmt.
Infolge der Modulation der Membrantemperatur des Sensors zeigt das Messsignal, d.h. die Wärmeleitfähigkeit λ = f(T) ) einer Gasmischung, entsprechende periodische Änderungen (s.Abb.), die als eine Fourier-Reihe dargestellt werden können.

AMS hat eine mathematische Methode entwickelt, bei welcher diese Fourier-Koeffizienten als nicht-lineare Abbildung der Gaskonzentrationen aufgefasst und behandelt werden. Hiernach ist der Zusammenhang zwischen Fourier-Koeffizienten und Konzentrationen ein-eindeutig, d.h. jedem Satz von Fourier-Koeffizienten entspricht ein Satz von Gaskonzentrationen und umgekehrt. Die Aufgabe der Applikation bei AMS ist die Ermittlung dieses Zusammenhanges.
Das Wesentliche
der Auswertung zeigen
die Mittelwerte A0 und die Amplituden A1 des temperaturmodulierten
Sensorsignals.
Trägt man die Mittelwerte und
Amplituden eines FTTCA-Sensors
in einem Diagramm (s.u.) auf, so ergibt
sich eine eindeutige Beziehung zwischen
diesen Wertepaaren und den
Konzentrationen der beteiligten
Gase. Man erkennt auch, dass das
Diagramm der Koeffizienten eine
nicht-lineare (jedoch eindeutige)
Abbildung des Konzentrationsbereiches
ist.
Um die Gaskomponenten individuell
mit ausreichender Genauigkeit
bestimmen zu können, werden
je nach Anwendung derzeit drei bis
fünf Fourier-Koeffizienten verwendet. In dieser Weise wird die Phasenbeziehung in der Fourier-Reihe berücksichtigt und somit der wechselseitige Einfluss der Komponenten des Gasgemisches auf die Wärmeleitfähigkeit(en).
Beispiel: ‚Deponiegas’
mit 40…60 Vol% CH4,
30…40Vol% CO2und N2 als Rest.


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Der Systemaufbau des Mehrkomponenten-Wärmeleitfähigkeitsanalysators FTTCA 1100
Der miniaturisierte WLF-Sensor ist auf einem dünn geätzten Silizium-Chip aufgebaut und hat eine extrem kleine thermische Masse. Hierdurch wird es möglich,die Temperatur des Sensors periodisch über einenBereich von ± 40°C ….± 70°C innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zu modulieren.
Der Sensor ist in die "senor-nahe" Elektronikbaugruppe integriert.
Das von AMS entwickelte und in einem Laptop installierte PC-Programm führt die Rechenoperationen während der Kalibration automatisch aus. Die so ermittelte Abbildungsfunktion wird in der Auswertteelektronik des Analysengerätes hinterlegt, der Laptop wird dann nicht mehr benötigt.

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Die technischen Daten des Mehrkomponenten-Wärmeleitfähigkeitsanalysators FTTCA 1100
Bauformen: Ausführungen für den Ex- und den Ex- freien Bereich
Abmessungen: 32 x 12x 25 cm (BxHxT)
Ex-Ausführung: 20 x 50 x 20 cm (BxHxT)
Gewicht: ca. 5 kg, Ex-Ausführung: ca. 7,5 kg
Schutzarten: IP65 für die ATEX-Ausführung
Ex-Ausführung: ATEX-Zertifikat für die Zone 1 und die Analyse brennbarer Gase
TÜV 05 ATEX 2763 Ex II 2G EEx de IIC T4
Digitale Schnittstellen: RS 485, CAN-BusAnalogsignal: 4 - 20 mA, Analogkonverter im Ex-freien
Eingangsspannung: 18 - 30 VDC
Leistungsaufnahme:
ca. 3.5 Watt in der Aufheizphase -
ca. 2.1 Watt in der Messphase
Gasverbrauch: 5…80 l pro Stunde |
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