Die Gasanalyse mit dem Wärmeleitfähigkeitsanalysator FTTCA 1100
Die klassische Gasanalyse über die Wärmeleitfähigkeit, schon seit den dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts als zuverlässige und einfache Messtechnik bekannt, wird in industriellen Prozessen zur Messung der Komponenten in binären oder (quasi~)binären Gasmischungen eingesetzt. Insbesondere Wasserstoff, Helium und Stickstoff, die optisch ja inaktiv sind, sodass ein IR-Sensor nicht eingesetzt werden kann, werden so mit dem WLD gemessen. Liegen nun mehr als zwei Komponenten im Gasgemisch vor, muss ein zusätzlicher Detektor, meist ein IR-Gerät, zur Bestimmung der zweiten Komponente verwendet werden.
Die neue Methode der FTTCA-Technik (Fourier-Transformed Thermal Conductivity Analysis)-Technik ermöglicht nunmehr die
gleichzeitige Messung aller drei Komponenten in einem Mehrkomponenten-Gasgemisch.
Die FTTCA-Methode verwendet einerseits einen bislang kaum genutzten physikalischen Effekt, und wird andererseits erst durch die Verfügbarkeit von neuen, miniaturisierten Wärmeleitfähigkeits-Sensoren ermöglicht. Der physikalische Effekt liegt in der unterschiedlichen Änderung der Wärmeleitfähigkeit der verschiedenen Gaskomponenten mit der Temperatur. Das Aufnehmen eines mehrdimensionalen Kalibrierfeldes mit anschließender schneller Fourier-Transformation ermöglicht die Analyse von Gasgemischen mit drei und vier Gaskomponenten:
- Bio-Gase (Fermenter Gase) im System N2-CO2-CH4 , für welche bislang ein zweiter (meist Infrarot-) Analysator erforderlich war
- die in der Chemie häufig vorkommenden Gemische von N2-H2-CO2
- Gemische von N2-He-H2, welche mit der klassischen Technik überhaupt nicht analysiert werden können (siehe Diagramm unten)
|
|

Wärmeleitfähigkeitsanalysator
FTTCA 1100
in Ex-Ausführung -
Mehrkomponentenanalysato
zum Produktblatt
|
Gleichzeitige Bestimmung von Wasserstoff und Helium in Stickstoff
|