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Produktblatt
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ZrO2-Messsonden für die Sauerstoffmessung in Rauchgasen
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Zertifikate Müllverbrennung und ATEX |
Systemaufbau
Das Sauerstoffmesssystem besteht aus der ZrO2-Sonde mit geregelter
Heizung für die Messzelle, der elektr. Kontrolleinheit sowie der Pneumatikeinheit
für die Luftversorgung. Das Messverfahren beruht auf der galvanischen
Sauerstoffkonzentrationszelle mit Festelektrolyt. Für die unterschiedlichen
Anwendungsbereiche werden sieben verschiedene Sondentypen angeboten.
Die elektr. Kontrolleinheit ist für alle Sonden gleich, sie kann separat
installiert, aber auch im Gehäuse der Pneumatikeinheit untergebracht
werden.
Standard-Sonde AMS 3211-500
Die Sonde AMS 3211-500 für Rauchgastemperaturen bis zu 500°C (kurzzeitig bis zu 600°C) wird in drei Standardlängen (500 mm, 1000 mm, 1500 mm) aus Edelstahl gefertigt; andere Längen (150 mm bis 3000 mm) sind möglich. Ebenso kann die Lieferung in Sonderwerkstoffen wie INCONEL oder Hastelloy C erfolgen.
Der ZrO2-Sensor befindet sich an der Spitze der Sonde direkt im Rauchgaskanal. Der hier, wie bei den anderen Sonden, verwendete spezielle AMS-Sensor hat eine Lebensdauer von mehr als zwei Jahren aufgrund der niedrigen Arbeitstemperatur von unter 600°C.
Der Austausch des O2-Meßfühlers kann sehr leicht erfolgen: Es sind hierzu nur 2x4 Schrauben zu lösen.
Die 6 mm Swagelok-Anschlüsse für Kalibriergas und Referenzluft befinden sich am Montageflansch der Sonde.
Hochtemperatursonde AMS 3211-700, bis 1100°C
Diese halb-extraktive Hochtemperatursonde hat, neben der höheren Rauchgastemperatur, eine Reihe von weiteren Vorteilen für den Betreiber:
Und so funktioniert es: Die Messgasströmung durch eine Venturi-Düse
am Kopf der Sonde erzeugt im inneren Rohr der Sonde einen Unterdruck,
der zum Ansaugen des Rauchgases durch Löcher in der Bodenplatte des
äußeren Rohres genutzt wird; auf die Luftstrahl-Pumpe kann verzichtet
werden.
Da der Sensor außerhalb des Kamins im Montageflansch eingebaut wird, ist seine thermische Belastung und folglich seine Alterung sehr gering.
Hochtemperatursonde AMS 3211-600,
bis 1750°C
Die halb-extraktive Sonde AMS 3211-600 kann bei Temperaturen bis zu
1750°C eingesetzt werden unter Verwendung eines Entnahmerohres aus Keramik
und bei vertikaler Einbaulage. Ist die Rauchgastemperatur nur maximal
900°C, kann die Einbaulage beliebig sein, allerdings müssen dann spezielle
Werkstoffe verwendet werden. Die Standardlänge der Sonde ist 1000 mm,
andere Längen (150 mm bis 1000 mm) sind lieferbar. Der Messfühler befindet
sich im Montageflansch der Sonde. Das Messgas wird mit Hilfe eines im
Flansch integrierten Ejektors am Sensor vorbei und in den Prozess zurückgeführt:
Taupunktunterschreitungen und damit verbundene Verstopfungen des Messsystems
werden verhindert.
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Ex-Sonden, bis 400°C
Die Ex-Sonden sind druckfest gekapselt, mit einer Flammensperre zum
Druckausgleich. Sie sind zugelassen für explosionsgefährdete Bereiche
(Zone 1und Zone 2) bei Oberflächentemperaturen bis zu 160°C (T3).
Die Einbaulängen können zwischen 150 mm und 860 mm liegen. Die Rauchgastemperatur kann bis zu 400°C betragen, kurzzeitig bis 500°C.
Ex-Sonden für hohe Temperaturen, bis 1100°C
Diese Sonder-Variante verbindet die Eigenschaften der Ex-Sonde mit den
Möglichkeiten der halb-extraktiven Hochtemperatur-Sonde 3211-600. Rauchgastemperaturen
bis zu 1100°C und die Möglichkeit des Einsatzes in der Zone 2 (ATEX
3G) kennzeichnen die besondere Leistungsfähigkeit dieser Konstruktion.
Einbaulängen bis zu 1000 mm sind lieferbar.
Rückstandsfreie Verbrennungsprozesse: Messsonde
AMS 3211-500L
Fallen bei dem Verbrennungsprozess keine Rückstände an, wie z.B. bei
Erdgasheizungen, empfehlen wir die Verwendung unserer, speziell für
diese Messungen konstruierten, Messsonde AMS 3211-500L.
Bei dieser Sonde wird Umgebungsluft als Referenzluft verwendet. Ist im Abgaskanal ein Unterdruck vorhanden, so strömt über ein Kapillarrohr im Sensor kontinuierlich Umgebungsluft an der Vergleichsseite vorbei in den Kamin.
Die Sonde wird mit einem Anschlußflansch DN65 PN6 und Einbaulängen von bis zu 500 mm geliefert, ihr Gewicht beträgt ca. 3 kg. Die übrigen technischen Daten entsprechen denen der Sonde AMS 3211-500.
Abgasleitungen mit kleinen Durchmessern: AMS-Einschraubsonde
Dieser ZrO2-Sensor wird mit dem Gewindeflansch M40x2 direkt am Abgasrohr befestigt, eine Sintermetallfritte schützt ihn, wie alle anderen AMS-Sonden, vor Staubpartikeln aus dem Abgas. Sein Gewicht beträgt nur 450 Gramm.
Die Rauchgastemperatur darf maximal 450°C betragen, der Kamindurchmesser etwa 100 mm bis 250 mm. Referenzluft ist die Umgebungsluft. Auf Wunsch ist ein Anschluß für Kalibriergas lieferbar.
Pneumatikeinheit
und automatische Kalibrierung
Die ZrO2-Sonden benötigen im Betrieb ein Referenzgas, sowie
zu ihrer Kalibrierung Prüfgase. Die hierzu notwendige Verrohrung mit
Druckregler (oder Membranpumpe), Filter, Umschaltventilen und Durchflussmesser
ist in einem Schaltschrank montiert, die Gasanschlüsse sind als 6 mm
Schottverschraubungen ausgeführt. Die elektrischen Anschlüsse sind ebenfalls
dort auf Klemmen gelegt. Als Referenzgas kann Umgebungsluft oder Instrumentenluft
verwendet werden. In Verbindung mit der elektr. Kontrolleinheit AMS
3220 ergibt sich die Möglichkeit der automatischen Kalibrierung aller
AMS ZrO2-Messsonden in vorwählbaren Zeitabständen.
Alternativ zum getrennten Aufbau von Pneumatikeinheit und elektr. Kontrolleinheit können beide Systeme auch in einem gemeinsamen Schaltschrank installiert geliefert werden.
Alternativ zum getrennten Aufbau von Auswerteelektronik und Pneumatikeinheit können beide Systeme auch in einem gemeinsamen Schaltschrank installiert geliefert werden.
Elektronische Kontrolleinheit AMS 3220
Die Elektronikbaugruppe AMS 3220 ist die Versorgungs-, Steuer- und Auswerteeinheit für alle AMS ZrO2-Sonden. Sie ist eignungsgeprüft für die13. und 17.BImschV und die TA-Luft. Mehrere Gehäusevarianten sind lieferbar, auch für den Einsatz in der Ex-Zone 1.
Der Messbereich für Rauchgasanwendungen ist 0,1 Vol-% bis 25 Vol-% Sauerstoff
und frei parametrierbar durch den Betreiber.
Für Prozessanwendungen sind Meßbereiche zwischen 1 ppm und 100 Vol-%
O2 möglich, die Kalibriergrenzen werden dabei im E-Prom der
Elektronik entsprechend festgelegt. Die Parametrierung des Meßsystems
und seine Bedienung erfolgen mit einer Funktions- und zwei Cursortasten,
ein zweizeiliges Display zeigt den Meßwert, die Eingabewerte bzw. die
Bedienschritte im Klartext an. Die Parametrierebene ist nur über einen
speziellen Servicemodus ist zugänglich.
Die Selbstüberwachung des Systems mit entsprechender Fehlermeldung am Display reduziert den Kontrollaufwand durch das Wartenpersonal erheblich.
Die Kalibrierpunkte und auch die Zuordnung der gewünschten Messbereichsgrenzen
zu den Stromausgängen 0/4 - 20 mA können bequem an der Elektronikbaugruppe
eingegeben werden.
Besonders wichtig für die Zuverlässigkeit der O2-Messung ist natürlich die Erkennung und Meldung von Fehlern während der Kalibrierung:
Die Stabilität des Meßsignals während der Kalibrierung und die Plausibilität der ermittelten Korrekturgrößen werden von der Auswerteelektronik kontinuierlich geprüft.
Erweiterte Einsatzbereiche der AMS ZrO2-Messsonden
mit der elektr. Kontrolleinheit AMS 3220
Die elektr. Kontrolleinheit AMS 3220 ist das Nachfolgemodell der Auswerteeinheit AMS 3211, deren bewährte Eigenschaften um eine Reihe von zusätzlichen Funktionen erweitert wurde:
Technische Daten
Messsonden
Aufbau der Systeme
Elektronische Kontrolleinheit AMS 3220
(C) AMS GmbH 7.3/2005 Technische Änderungen
vorbehalten. Text, Zeichnungen und Layout: Analytic
Journal
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